Fachanwälte

In der Medizin hat es sich bewährt: Hausärzte operieren aus gutem Grund
nicht am offenen Herzen. Das machen Experten. Für das Verkehrsrecht
gilt nichts anderes. Ob Unfallschadenregulierung, Verteidigung gegen
einen Bußgeldbescheid, Abwendung eines Fahrverbotes oder gar einer
Fahrerlaubnisentziehung durch die Fahrerlaubnisbehörde: Fachanwälte
für Verkehrsrecht sind ausgewiesene Experten. Unabhängig und aus-
schließlich in Ihrem Interesse.
 
Wer darf sich Fachanwalt nennen?
Die Bezeichnung Fachanwalt ist ein einem Rechtsanwalt von der
zuständigen Rechtsanwaltskammer verliehener Titel, nachdem er dieser
gegenüber nachgewiesen hat, auf einem bestimmten Rechtsgebiet über
besondere Kenntnisse und besondere Erfahrungen zu verfügen. Die
Voraussetzungen zum Erwerb und Führen des Fachanwaltstitels sind in
der Bundesrepublik Deutschland in der Fachanwaltsordnung (FAO)
geregelt. Nach einer vom Soldan Institut vorgestellten Studie spielt die Spezialisierung durch Fachanwälte für 80 Prozent der befragten Mandanten bei der Anwaltssuche eine große Rolle. Die Berechtigung zum Führen der Fachanwalts-bezeichnung wird von der zuständigen Rechtsanwaltskammer nach Maßgabe der Fachanwaltsordnung (FAO) verliehen. Hierzu haben die jeweiligen Rechtsanwaltskammern sogenannte Fachausschüsse gebildet, die mit Rechtsanwälten besetzt sind. Diese prüfen die Anträge auf Erlaubnis zum Führen einer Fachanwalts-bezeichnung und geben ein Votum gegenüber dem Vorstand der jeweiligen Rechtsanwaltskammer zur Entscheidung über den Antrag ab.
 
Besondere Kenntnisse und praktische Erfahrung
Der Rechtsanwalt muss innerhalb der letzten sechs Jahre vor Antragstellung mindestens drei Jahre als Rechtsanwalt zugelassen sein und nachweisen, auf dem betreffenden Rechtsgebiet über besondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen zu verfügen. Als Nachweis der besonderen theoretischen Kenntnisse werden in der Regel die Teilnahme an einem 120 Stunden umfassenden Kurs, drei bestandene Leistungskontrollen (mit in der Regel fünfstündigen Klausuren) gefordert. Von einem zusätzlich notwendigen Fachgespräch (mündliche Prüfung) kann abgesehen werden, wenn dies nach dem Gesamteindruck des Fachanwaltsausschusses nicht notwendig erscheint. Zum Nachweis der praktischen Erfahrungen ist eine bestimmte Anzahl von bearbeiteten Fällen aus dem jeweiligen Fachgebiet nötig. Die Spanne reicht von 50 Fällen im Steuerrecht oder Informationstechnologierecht bis hin zu mindestens 160 Fällen im Verkehrsrecht. Ab dem Jahr, das dem Besuch des Fachanwaltskurses folgt, muss sich der Rechtsanwalt auf dem Gebiet der Fachanwaltsbezeichnung fortbilden, indem er jährlich mindestens 10 Seminarstunden hörend oder dozierend ableistet oder eine wissenschaftliche Publikation auf dem entsprechenden Fachgebiet veröffentlicht. Gegenwärtig gibt es Fachanwaltsbezeichnungen für die folgenden Rechtsgebiete: Agrarrecht, Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Bau- und Architektenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Gewerblicher Rechtsschutz, Handels- und Gesellschaftsrecht, Informationstechnologierecht, Insolvenzrecht, Medizinrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Strafrecht, Transport- und Speditionsrecht, Urheber- und Medienrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Verwaltungsrecht.

 

 

 

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