Entziehung der Fahrerlaubnis

Das Fahrerlaubnisrecht wird für Betroffene regelmäßig erst dann
interessant, wenn die zuständige Verwaltungsbehörde ihre Ansicht
bekundet, dass Zweifel an der Eignung zum Führen von Kraftfahr-
zeugen bestehen. Häufig wird Gelegenheit gegeben, diese
"Eignungszweifel" durch Vorlage eines ärztlichen oder medizinisch-
psychologischen Gutachtens zu beseitigen.
 
Gelegentlich, insbesondere nach dem nachgewiesenen Konsum
"harter" Drogen, wird sofort von einer Nichteignung ausgegangen
und die Fahrerlaubnis entzogen. Wohl kein verkehrsrechtlicher
Bereich ist wie das Recht der Fahrerlaubnis von für den juristischen
Laien unbekannten oder unverständlichen europarechtlichen
Vorgaben und Entscheidungen betroffen.
 
In der Praxis von erheblicher Bedeutung sind auch immer wieder
fahrerlaubnisrechtliche Konsequenzen, die vermeintlich harmlos
beginnen: Nach einer Feier wird das Auto stehen gelassen und der Heimweg mit dem Fahrrad angetreten. Schon bei einer ersten Auffälligkeit mit mindestens 1,6 Promille wird die Verwaltungsbehörde nach Verurteilung wegen einer Trunkenheitsfahrt Eignungszweifel zum Führen von Kraftfahrzeugen bekunden und den Betroffenen auffordern, diese Eignungszweifel durch Vorlage eines positiven MPU-Gutachtens ("Idiotentest") zu beseitigen. Ergibt sich ein negatives MPU-Gutachten, wird ggf. auch die PKW-Fahrerlaubnis entzogen, obschon niemals ein PKW unter Alkoholeinfluss geführt wurde. Das Strafgericht selbst kann in diesen Fällen die Fahrerlaubnis zwar nicht entziehen, nach Abschluss des Strafverfahrens sehr wohl aber die Fahrerlaubnisbehörde.
 
Maßnahmen zum Erhalt der Fahrerlaubnis sollten in diesen Fällen also bereits im Strafverfahren eingeleitet werden. Sofern Sie einen Anhörungsbogen zur beabsichtigten Entziehung der Fahrerlaubnis oder bspw. von Ihrer Begutachtungsstelle ein negatives Gutachten erhalten haben, empfiehlt es sich dringlich, vor weiteren Maßnahmen Rechtsrat durch einen Fachanwalt für Verkehrsrecht in Anspruch zu nehmen. Insbesondere wird er Sie dazu beraten, ob es sinnvoll ist, ein negatives Gutachten an die Behörde weiter zu leiten. Außerdem wird gemeinsam ein Weg erarbeitet, der ggf. möglichst zeitnah zu einer Wiedererteilung der Fahrerlaubnis führt.
 
 

 

 

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