Bußgeld

Allgemeines

Sofern Sie einen Bußgeldbescheid erhalten haben und dagegen vorgehen

möchten, ist eine wichtige Frist zu beachten: Die Einspruchsfrist.  Lassen

Sie diese Frist verstreichen, wird der Bußgeldbescheid einschließlich

eines vielleicht angeordneten Fahrverbotes wirksam und unanfechtbar,

selbst wenn der Tatvorwurf nicht zutrifft.

 

Häufig haben Bußgeldbescheide erhebliche Konsequenzen: Nicht nur das

Bußgeld selbst belastet, sondern ggf. werden Punkte im Verkehrszentral-

register beim Kraftfahrbundesamt in Flensburg erfasst (mit ggf. weiteren

Folgen wie kostenpflichtiger Verwarnung, Aufbauseminar oder

Fahrerlaubnisentzug).

 

Überdies wird je nach Schwere des Tatvorwurfs - und dies ist

erfahrungsgemäß die einschneidendste Belastung für Betroffene - ein

Fahrverbot für die Dauer von mindestens 1 Monat bis maximal 3 Monaten angeordnet. Die Verhängung eines Fahrverbots für z.B. einen halben Monat oder mehr als 3 Monate ist nicht möglich (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 27.12.2010 - IV-3 RBs 210/10).

 

Um so wichtiger ist es, sich rechtzeitig fachkundige Hilfe zu suchen:

 

 

>> hier unverbindliche und kostenlose Bußgeldanfrage starten <<

 

 

Probezeit

Besonders unangenehme Konsequenzen ergeben sich unter Umständen für Betroffene, die noch eine Fahrerlaubnis auf Probe besitzen. Wie auch in diesen Fällen geholfen werden kann, soll folgender Fall aus der hiesigen Praxis verdeutlichen:

 

Der 19-jährigen Betroffenen wurde (soweit übrigens zu Recht) vorgeworfen, ein Tankstellengelände mit ihrem PKW verlassen zu haben und beim Auffahren auf die Hauptstraße mit einem vorfahrtberechtigten PKW im fließenden Verkehr kollidiert zu sein. Die Konsequenz nach Auffassung der Bußgeldstelle und zunächst auch des zuständigen Richters: Vorfahrtverstoß mit Sachbeschädigung (60 Euro, 3 Punkte, 1 Monat Fahrverbot).

 

Wegen der Tat innerhalb der Probezeit hätte die Verwaltungsbehörde nach Eintragung der Punkte in Flensburg von Gesetzes wegen zusätzlich ein kostenträchtiges Aufbauseminar und die Verlängerung der Probezeit um weitere 2 Jahre angeordnet.

 

Eine sehr bittere Pille für die in der Berufsausbildung befindliche Fahranfängerin. Aber: Entgegen dem ersten Anschein ist die Tat rechtlich nicht als Vorfahrtsverstoß, sondern als Verstoß beim sog. "Einfahren" in den fließenden Verkehr aus einem Grundstück zu werten. Die Betroffene wurde nach einem entsprechenden Einwand der Verteidigung nur zu einem Verwarngeld von 35,00 Euro verurteilt. Keine Punkte, kein Fahrverbot, kein Aufbauseminar, keine Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre.

 

Lassen Sie Ihren Bußgeldbescheid überprüfen, möglichst bevor Sie Angaben zur Sache gegenüber Polizei oder Bußgeldbehörde machen.

 

 

 

 

 

 

Anwalt, Fachanwalt, Verkehrsrecht, Rostock, Rechtsanwalt, Thomas, Behrendt, Fahrverbot, Bußgeld, Geldbuße, Strafrecht, MPU, Idiotentest, Punkte, Flensburg, Unfallflucht, Körperverletzung, Schmerzensgeld, Schadensersatz, Unfall, Nötigung, Drängeln